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Hallo Hubdachfreunde
,am 12.04.08 habe ich an einem
Caravan-Fahrsicherheitstraining vom ACE in Haltern teilgenommen. Meine geringen
Erfahrungen mit LKW und Bootsanhänger liegen schließlich schon viele Jahre
zurück.
Für alle, die auch an so etwas Interesse haben, fasse ich den Tag mal kurz
zusammen:
Nach der allgemeinen Vorstellung und den Beweggründen zur Teilnahme an diesem
Training begann der Tag mit Übungen zum rückenschonenden An- und Abhängen des
Wohnwagens. Dabei auch das für viele leidige Thema des Einweisens. Anschließend
allseitiges Stützlast messen und Wohnwagen wiegen. Nun weiß ich endlich, was ich
noch drauf- und einpacken darf. Hier wurde natürlich auch darauf hingewiesen,
wie man geschickterweise seinen Wohnwagen und das Zugfahrzeug belädt, um das
zulässige Gesamtgewicht des Anhängers und des Zugfahrzeuges sowie die maximale
Stützlast optimal auszunutzen.
Nun ging es zur Fahrpraxis. Zunächst war ein Slalomkurs zu durchfahren.
Hütchenabstand 12 - 15 Meter. Mit meiner 4,30 m Eribelle kein Problem, aber der
7-m-Tabbert scherte doch schon mächtig aus und der ein oder andere
Plastik-Kegel musste dran glauben. Im Ernstfall steht da eine Laterne!
Es folgte der spektakulärste Teil des Tages: Vollbremsungen.
Zuerst auf nassem Asphalt mit 30 km/h, dann mit 50 km/h. Das schiebt schon
mächtig und ein Teilnehmer, der in Frankreich gerne schon mal 130 gefahren ist,
wird das so schnell nicht wieder tun.
Dann verschärfte Bremsübung auf nasser Folie bei maximal 40 km/h. Nicht wenige
sind über die ca. 40 m lange Folie hinausgerutscht und erst auf Asphalt zum
Stehen gekommen.
Mit zwei Gespannen erlebten wir eine Demonstration: Ein Volvo Geländewagen mit
ABS, ESP und am Hänger noch ATC gegen einen alten Landrover , der noch nicht
einmal Servolenkung besaß, mit einem Karton ältester Bauart am Haken.
Vollbremsung mit der linken Seite auf der Folie, mit der rechten Seite auf
Asphalt.
Das Hi-Tech-Gespann blieb absolut spurtreu, der Landi knickte an der Kupplung
schon gefährlich ein. Und es waren gerade mal gut 30 km/h. Also größte Vorsicht
bei teilweise schneeglatter Fahrbahn, bei Herbstlaub oder einfach auf nassen
Fahrbahnmarkierungen.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Rangieren. Auch für viele "alte Hasen"
eine schwierige Übung. Im rechten Winkel zurück, längs rückwärts in eine Bucht,
oder in eine der vielen Parklücken. Und hier zeigte sich wieder: Nur Übung macht
den Meister.
Im Abschlussgespräch ging es noch mal um die richtige Reaktion in
Gefahrensituationen und die Vorteile einer Antischlingerkupplung. Dieser
Fahrlehrer empfiehlt bei einem schlingernden WW übrigens nicht das kurze heftige
Bremsen und sofortiges Gasgeben, sondern ein gemächliches Reduzieren der
Geschwindigkeit mit leichtem Bremsen.
Nun hab ich also eine schöne Urkunde, die ich mir hinter den Spiegel stecken
kann und weiß, dass ich noch lange kein sicherer Gespannfahrer bin.
Eins hab´ ich aber schon geschafft. Zu Hause angekommen, habe ich den Wohni auf
den ersten Hieb rückwärts in den Unterstand bekommen.
Die 108 € haben sich also (nicht nur deshalb) gelohnt.
Rolf (annerol)