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Stossdämpferwechsel
? Kein Problem ! Hat der Wohnwagen,
nach vielen Jahren, so manche Tour auf unwegsamen Wegen hinter sich gebracht,
ist es an der Zeit sich dem Fahrwerk als System zu widmen, in meinem Fall einem
Faktor des selbigen: den Stossdämpfern. Sahen sie auf den
ersten Blick noch recht nach Stoss dämpfenden Elementen aus hatten sie aber
allein aufgrund ihres Alters den Zenith ihrer Dämpfungsbereitschaft längst überschritten.
Nicht das die Eribelle arg schlingerte oder sich durch die Federung
aufschaukelte, nein, nach 13 Jahren treuer Dienste sind diese hydraulischen
Schaukelbremsen alles andere als neuwertig. Da sind zu allererst mal die inneren
Abdichtungen der Hub- und Zugstange zu nennen die das kostbare Dämpferöl so
langsam in die freie Natur ablassen. Lange Rede kurzer Sinn, die Dinger gehören
normalerweise nach spätestens 10 Jahren auf den Entsorgungsmüll. Natürlich
ist es ohne weiteres möglich mit einer solchen „Gummiachse“ zu fahren, man
stellt sich automatisch auf die Fahreigenschaften eines solch unterdämpften Gefährts
ein.
Ersatz war gefragt
und gefunden im Zubehörbereich des Fahrgestellherstellers AL-KO von dem die
meisten Wohnwagenaufbauten seit über 30 Jahren ihr Fahrgestell beziehen. Die
Original französischen Dämpfer sahen nach Ausbau doch recht ölig aus und
hatten beim Aus- und Einschub den Wiederstand einer besseren Luftpumpe zu
bieten. Bei der Beschaffung der AL-KO Dämpfer für AL-KO Fahrwerke ist
eigentlich in erster Linie die Gewichtsklasse zu beachten. Hier sind es die
Farben der Stossdämpferhülsen die ein Unterscheidungsmerkmal der einzelnen
Gewichtsklassen angeben. s. AL-KO
Tabelle:
Die Kosten
schwanken zwischen 29, - und 32, - Euro pro Dämpfer, was in Anbetracht der
Wirkung neuer Stossdämpfer auf den Wohnwagenaufbau im Verhältnisse nicht
allzu teuer erscheint. Gerade diese Schwingungen, Vibrationen und Schläge sind
für einen solchen Aufbau Schwerstarbeit über die Jahre, soll doch das ganze
irgendwie auch noch relativ dicht bleiben. Der Fahrer sitzt im Auto und bekommt
von alle dem eigentlich nicht viel mit, was dort von der Strasse an Unebenheiten
an den Wohnwagen weiter gemeldet wird. Da wäre eine immer
wiederkehrende Aussage: Hängerreifen brauche man nicht auswuchten. Dazu kann
ich nur sagen: Jeder der auf der Hinterachse seines Pkws ein nicht gewuchtetes
Rad mal sein eigen nannte und die 80 km/h überschritten hatte, fuhr gerne
zum Reifenhändler. Hier verhält es sich so das man zwar nicht unbedingt im
Zugfahrzeug die Leiden des Aufbaus mitbekommt, aber irgendwohin müssen ja diese
Schwingungen, Vibrationen etc., im Endeffekt über die Achse zum empfindlicherem
Aufbau mit all seinen Einbauten versteht sich. Da höre ich schon die robuste
Eriba - Touringfraktion die da meint, ihrem geschweißten und beplankten
Wohni‘s sei das oben genannte relativ egal, die Puck‘s und Triton‘s überleben
alles! Wirklich? Alles? Ich denke man sollte das Ganze als Zusammenspiel, als
System und die Reifen und Dämpfer als Teil desselbigen ansehen. Dem Wasser ist es
gleich ob es durch Zentimeterspalten (siehe Wacki‘s Hobbywohnwägen) oder
Millimeterspalten (bis zu Haarrissöffnungen) kommt, es ist alles eine Frage der
Zeit (in unserem Falle die etwas längere Eribazeit) So nun genug
gelabert: An die Schraubschlüssel und beiseite getreten, Huky wechselt die Stoßdämpfer
ohne weitere wissenschaftliche Untermauerung:
Wobei, eins hätte
ich noch zu sagen: Sichert euch ein Umtauschrecht, falls wider erwarten die Dämpfer
doch nicht passen sollten. AL-KO Fahrwerke vertragen i.R. AL-KO Dämpfer aber
bei der Fülle von Reisewohnwägen ist es mir nicht möglich auch nur
Ansatzweise eine irgendwie geartete Einbaugarantie zu übernehmen. Also, wie
immer mit Mut zur Lücke ran an die Schrauben: Aufbocken, Räder
runter, Muttern lösen die neuen Dämpfer zwei bis drei mal auseinander und
zusammen drücken/ziehen (entlüften), die Zwischenringe (wo nötig) an den Dämpferaugen
mit einsetzen damit der Dämpfer einigermaßen in Fahrtrichtung fluchtet, das
war es. Wenn es mit der Lage der Dämpfer und der Fluchtung nicht ganz genau
hinhaut so ist das kein Beinbruch, dafür sind die sog. Dämpferaugen beweglich
in Gummi gelagert so das die Hub/Zugstange einwandfrei ein und ausfahren kann. Danach Räder wieder dran, fertig. Achja Fotos gibt es natürlich auch noch s.u. ....so wie
diese Ölsardinen sollten sie nicht i.R. nicht aussehen
Einbau ? Einfach (aber trotzdem Anzugsdrehmomente beachten...wenn möglich)
...fluchten sollten sie schon ! Dafür liegen auch die passenden Hülsen bei .
Fertig und weiterhin ruhige Fahrt |